27.08.2014 Adrian

17-jährige Nachwuchsforscherin Cynthia Lam: Nur noch kurz die Welt retten...

Die 17-jährige Australierin Cynthia Sin Nag Lam hat ein Gerät entwickelt, das verunreinigtes Wasser säubert und gleichzeitig Strom erzeugt. Mit dem H2PRO getauften Gerät hat sie es bis ins Finale des Google-Wissenschaftswettbewerbs „Google Science Fair 2014“ geschafft.

 

Es klingt wie ein Traum: Die 17-jährige Australierin Cynthia Sin Nag Lam hat ein Gerät entwickelt, mit dem sich zwei der drängendsten Menschheitsprobleme auf einen Schlag lösen lassen: der Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Elektrizität. 

 

Das H2PRO getaufte Gerät reinigt mittels Photokatalyse verunreinigtes Wasser und produziert dabei zusätzlich Strom. Das Revolutionäre an Lams Entwicklung: Neben Titan benötigt der Prozess lediglich Sonnenlicht. Bei vergleichbaren Lösungen war stets eine weitere Energiequelle vonnöten gewesen. Ihre Untersuchungen zur Photokatalyse hatte die Jugendliche bereits im April 2013 begonnen und prompt ein Stipendium des Victoria Science Talent Search gewonnen. Ermutigt von diesem Erfolg begann sie schließlich ihre Arbeit am H2PRO.

In dem Gerät absorbiert Titanoxid die UV-Energie aus dem Sonnenlicht und stößt so eine Redoxreaktion an. Dabei oxidieren rund 90 Prozent der im Wasser enthaltenen organischen Substanzen und werden so unschädlich gemacht. Durch die Aufspaltung von Wasser entsteht zusätzlich Wasserstoff, der sich über eine integrierte Brennstoffzelle zur Energieerzeugung nutzen lässt. Die Stromerzeugung verläuft noch etwas instabil, wie Cynthia Lam einräumt, „aber ich werde das Gerät weiter entwickeln, bis es stabil Strom erzeugt“, so die 17-Jährige weiter.

 

Mit ihrer bahnbrechenden Erfindung hat es Cynthia Lam zusammen mit 14 weiteren Nachwuchsforschern bis ins Finale des Google-Wissenschaftswettbewerbs „Google Science Fair 2014“ geschafft. Am 23. September gibt eine rennomierte Jury in Mountain View, dem Hauptsitz von Google, den Sieger des diesjährigen Wettbewerbs bekannt. Sollte die 17-Jährige auf Platz eins landen, kann sie sich unter anderem über eine zehntägige Reise zu den Galapagos Inseln und ein Stipendium im Wert von 50.000 Dollar freuen. 

Die Zukunft fest im Blick

Im Zuge einer öffentlichen Abstimmung wird zusätzlich der Voter’s Choice Award vergeben. Dabei soll das Projekt mit dem größten Potential die Welt zu verändern in einem Online-Voting ermittelt werden. Der Sieger erhält 10.000 Dollar für die Weiterentwicklung seines Projekts. 

 

Auch künftig will sich Cynthia Lam dem Wohl der Menschheit widmen. „Ich möchte in der Zukunft Medizin oder Umwelttechnik studieren, weil ich so in die Lage versetzt werde, Menschen in Not zu helfen“, sagte die Schülerin gegenüber ingenieur.de. Chapeaux!

 

Wenn ihr Cynthias Prokekt unterstützen wollt, könnt ihr an dieser Stelle zwischen dem 1. und 15. September  für sie voten.

(Bild: Cynthia Lam)

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