09.10.2015 Adrian

Das sind die Sieger der Energy Awards 2015

Die Sieger der Energy Awards 2015 stehen fest. Bei der Preisverleihung sind am Donnerstag fünf zukunftsweisende Projekte aus der Energiewirtschaft geehrt worden. Wir stellen die Preisträger vor.

Was für Filmschaffende die Oscars, für Sportler die Olympischen Spiele oder Weltmeisterschaften und für Wissenschaftler, Literaten und Weltverbesserer der Nobelpreis, das sind für die Akteure der Energiewende die Energy Awards. Sie werden einmal pro Jahr von der Energy Academy vergeben und prämieren herausragende Ideen und Innovationen im Bereich Energie. Bei einer feierlichen Gala im Museum für Kommunikation sind am Donnerstagabend fünf Projekte ausgezeichnet worden.

Die folgenden fünf Projekte haben die Expertenjury der Energy Academy überzeugt und eine der begehrten Trophäen eingeheimst: 

Preisträger der Kategorie Start-up

Haben die Jury mit ihrem Kleinst-Wasserwerk überzeugt: Benedict Padberg (m.) und Benedikt Schröder (r.) (Foto: Energy Awards).

Das Projekt Blue Freedom von der Aquakin GmbH ist das kleinste & leichteste Wasserkraftwerk der Welt, das auch in sehr flachen Gewässern bei niedriger Fließgeschwindigkeit, beispielsweise in Entwicklungsländern oder Katastrophengebieten, eingesetzt werden kann. 

Preisträger der Kategorie Industrie

Die Gründer von sunfire: Nils Aldag, Christian von Olshausen und Carl Berninghausen (v.l.n.r.; Foto: Energy Awards).

Die Reversible Elektrolyse des mittelständischen Unternehmens sunfire vereinigt Brennstoffzelle und Elektrolysator in einer Anlage. Erzeugt wird erneuerbarer Wasserstoff im Normalbetrieb und Strom aus dem zuvor gespeicherten Wasserstoff, wenn der Strompreis gerade hoch ist.  

Preisträger der Kategorie Mobilität

Strahlende Sieger in der Kategorie Mobilität: die Kreisel Electric GmbH (Foto: Energy Awards).

Kreisel Electric überzeugt mit seiner Lithium-Ionen Batterietechnologie durch zuverlässige Schnellladung, flexible Anpassung an das Fahrzeug, hohe Reichweite und eine schnelle und effiziente Herstellung. Dank der Technik brachten es Testfahrzeuge bereits auf eine Reichweite von 350 Kilometern. 

Preisträger der Kategorie Smart Home

Überzeugte: punktgenaues Heizen und Kühlen mit der App Tado. Grund zur Freude hatte Gründer Christian Deilmann (l.; Foto: Energy Awards).

Der tado° Thermostat, eine App-gesteuerte, automatisierte Heizungsregelung, regelt eigenständig die Temperatur im Hause. Das Projekt der tado° GmbH passt sich an die Außentemperatur, die Gebäudeeigenschaften und den Alltag der Bewohner an und kann dadurch viel Energie einsparen. 

Preisträger der Kategorie Utilities & Stadtwerke

Markus Hunziker, Martin Ruehl und Wilfried Steinbock von den Stadtwerken Wolfhagen ((v.l.n.r.; Foto: Energy Awards).

Die Stadtwerke Wolfhagen mit ihrer genossenschaftlichen Erzeugung von Erneuerbaren Energien sorgen durch dezentrale und regenerative Stromerzeugung für die Gesamtstromversorgung der Stadt. Dies und ein genossenschaftliches Beteiligungsmodell sind das Erfolgskonzept der integrierten Stadtwerke Wolfhagen. 

Der Mann, der den iPod erfand: Nest-Gründer Tony Fadell (l.) nimmt den Preis von Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs entgegen (Foto: Energy Awards).

Der Sonderpreis Energizer of the Year ging an Nest-Gründer Tony Fadell, der für die Preisverleihung eigens aus Kalifornien anreiste. Nest stellt u.a. programmierbare Raumthermostate und Rauchmelder her. Im Januar 2014 kaufte Google das Unternehmen für 3,2 Mrd. US-Dollar.

Die 220 Mitglieder der Energy Academy haben unter anderem Innovationsgrad, Anwendbarkeit, belastbare Erfolge und Kompatibilität der Projekte bewertet. Insgesamt waren über 100 Bewerbungen beim Projektbüro eingegangen, aus denen der Vorstand der Academy 15 zukunftsweisende Projekte als Nominierte ausgewählt hatte. Die Energy Academie versteht sich als Think Tank der Energiewirtschaft. Sie besteht aus Architekten, Bauingenieuren, Journalisten, Professoren, Energie-Einkäufern, Energie-Händlern, Projektentwicklern, Gebäudetechnik-Experten, Kraftwerk- und Heizkesselspezialisten, Umweltforschern, Managern und Politikern.

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