09.08.2017 Gesine

Gesines Trainings-Blog: Mit einer Erkältung läuft nichts

Abwarten und Tee trinken. Eine Erkältung fesselt Gesine ans Büro (Bild: RheinEnergie).

Zusammen mit drei Kollegen will ich beim RheinEnergieMarathon Köln 2017 als Staffel mitlaufen. Vier Läufer, vier Etappen, volles Marathonerlebnis. Damit ich am 1. Oktober eine eine gute Figur mache, nehme ich an unserer Laufschule für Mitarbeiter teil und trainiere einmal pro Woche im Blücherpark. Doch nicht immer läuft es so, wie geplant.

Dienstag, 8. August 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Es hat mich erwischt. Eiskalt. Quasi aus dem Nichts. Eine dicke Erkältung hat mich fest im Griff. An Training war und ist da nicht zu denken. Stattdessen Büroarbeit. Das ging und geht auch mit laufender Nase. Während ich gestern rumgeschnieft und Tee getrunken habe, hat der Rest der Lauftruppe hart trainiert. Sprunglauf stand auf dem Programm. Denn es braucht gefestigte Fußgelenke, damit wir uns beim Laufen kräftig vom Boden abdrücken können und große, weite Schritte machen. Und so ging es für meine Lauftruppe hüpfend mehrere Runden durch den Blücherpark.Wichtig danach: Gezieltes und ausgiebiges Dehnen, vor allem der vom Springen und Hüpfen beanspruchten Waden- und Oberschenkelmuskulatur. Am kommenenden Dienstag bin ich wieder mit von der Partie. 

Abwarten und Tee trinken, bis die Erkältung vorbei ist. Gesine musste in dieser Woche eine Zwangspause vom Marathon-Training nehmen (Bild: RheinEnergie).

Dienstag, 25. Juli 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Der innere Schweinehund ist eine blöde Sau. Als es in den vergangenen Wochen heiß war, erzählte er mir ständig, Gesine, wenn du nun läufst, bekommt das deinem Kreislauf gar nicht. Klang plausibel. Ich bin seinem Rat gerne gefolgt. Als die Temperaturen dann abgekühlt sind, gingen ihm die Argumente aus. Zeit für mich, das Training wieder aufzunehmen. Zumal ich die Verwaltung nicht mehr durchqueren konnte, ohne mir einen spöttischen Spruch der Kollegen einzufangen (Bevorzugt bei der Essensausgabe in der Kantine: „Hey, du trainierst ja sogar in deiner Mittagspause.“). 

Der Schweinehund hat sich dann erneut gemeldet, als es am Trainingstag regnete. „Du wirst dich erkälten.“ Klang auch plausibel. Da ich gehört hatte, dass wir bei Regen in einer Werkshalle Yoga machen würden, habe ich seinen Einwand überhört. Das mit dem Yoga hat sich nicht bewahrheitet, war dann aber den Rest der Trainingsstunde ein im wahrsten Sinne des Wortes „Running gag“. Etwa dann, wenn wir unser Lauf-ABC mit Anfersen, Kniehebelauf, Laufsprüngen etc. absolviert haben und die Aufgaben jeweils nach einer Yoga-Übung benannt haben.

Wet-head-Contest ausgerufen

Nass aber glücklich: Gesine und ihre Kollegin Kathrin haben das letzte Marathon-Training trotz Regens absolviert (Bild: RheinEnergie).

Hatten wir bei meinem vorletzten Taining den Red-head-Contest ausgerufen, gab es diesmal den Wet-head-Contest. Dabei haben wir alle vordere Plätze belegt. Ansonsten hat sich bewahrheitet, dass der innere Schweinehund meistens lügt. Denn Laufen macht auch im Regen Spaß. Und unter den Bäumen ist man dabei sogar recht gut geschützt. Am Wochenende geht es für die Truppe zum Altstadtlauf. Quasi ein erster Test für den RheinEnergieMarathon, der bereits am 1. Oktober ansteht. Für mich heißt es jetzt trainieren, trainieren, trainieren (und dabei den Schweinehund ignorieren). Bereitet ihr euch auch auf den RheinEnergieMarathon vor? Dann berichtet mir gerne von euren Erfahrungen im Kommentarfeld.

Tipp vom Trainer

„Achtet am Wettkampftag darauf, dass ihr nicht mehr zu komplex esst. Die Nahrung sollte leicht verdaulich sein. Ein voller Magen im Wettkampf würde euch zu sehr belasten. Hungern solltet ihr aber auch nicht. Bereitet euch am besten genau so vor, wie für euer Training auch, dann wird es ein super Wettkampf.“

Dienstag, 20. Juni 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Ok, jetzt mal ehrlich. Gibt es etwas Dümmeres, als bei 34 Grad (gefühlten 45 Grad) in der prallen Sonne durch den Blücherpark zu laufen? Mir fällt spontan nicht viel ein. Außer vielleicht von der Hohenzollernbrücke in den Rhein zu springen oder auf der Mittelspur der A4 den Verkehr regeln zu wollen. Probiere ich dann als Nächstes ;-) Spaß beiseite, das letzte Training von „Fit für die Staffel“ war anstrengend. Das lag auch, aber nicht nur am Wetter. Denn unsere Trainer Frederick und Lukas haben uns ein forderndes Intervalltraining auferlegt.

Unsere Trainer gönnen sich eine Auszeit im Schatten. #nichtfair

Eine halbe Stunde lang sind wir die Runde im Blücherpark in wechselnden Geschwindigkeiten gelaufen: jeweils 200 Meter in normalem Tempo, 200 Meter Sprint, 200 Meter normales Tempo, 200 Meter Sprint, ... Ich gebe zu, ich habe mindestens eine Runde gehend zurückgelegt.  

Red-head-Contest ausgerufen

Unsere Köpfe waren nach dem Intervalltraining vor allem eines: rot. Ein Grund, warum meine Kollegin Ronja und ich den Red-head-Contest ausgerufen haben. Ich finde, ich habe die Trophäe verdient. Oder etwa nicht?   

Rot, röter, Gesines Kopf? Wer von den beiden hat den Red-head-Contest gewonnen?

Dienstag, 23. Mai 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Für ein Selfie bleibt immer Zeit.

Ich liebe Sport. Also grundsätzlich. Denn Laufen zum Beispiel liegt mir gar nicht. Nach vier Kilometern habe ich einen roten Kopf und schnappe nach Luft. Amüsiert Passanten und Begleiter, mich natürlich nicht so sehr. Das Problem? Ich mache überwiegend Sportarten wie Krav Maga und Aerobic (und natürlich Tanzen im Club). Dabei kommt es eher auf Kraft als auf Kondition an. Zeit, das zu ändern. Seit Dienstag mache ich deshalb bei der Laufschule „Fit für die Staffel“ der RheinEnergie mit. Das Angebot richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die ihre Kondition verbessern und am RheinEnergieMarathon teilnehmen wollen. Als Teil einer Staffel. Wir wollen ja nicht gleich übertreiben. Mein Ziel ist es also, zusammen mit drei Kollegen als Staffel beim RheinEnergieMarathon mitzulaufen. Zur Auswahl stehen Strecken mit einer Länge von 11,9 km, 11,7 km, 6,4 km oder 12,2 km. Klingt machbar.

Wer Sport treibt, darf auch genießen!

Das erste Training hat Lust auf mehr gemacht. Wir sind eine bunte Truppe. Jeder achtet auf jeden und motiviert den anderen. Die Auszubildende läuft neben dem Kollegen, der bereits in Altersteilzeit ist. Vorkenntnisse oder besondere Fitness? Alles nicht notwendig, unsere Trainer Frederick und Lukas machen es möglich und holen jeden genau dort ab, wo er fitnesstechnisch steht. Die beiden kommen von ProAthletes und sind wirklich gut darin, uns zu motivieren. Profis halt. 

Forderndes Intervalltraining

Nach dem lockeren Einlaufen durch den Blücherpark, übrigens eine sehr schöne Location, standen Dehn- und Stabilitätsübungen auf dem Programm. Position halten, Gleichgewicht schulen, verschiedene Muskelgruppen fordern – kenne ich, fällt mir daher eher leicht. Ganz anders das darauffolgende Intervalltraining: Dabei sind wir so schnell es eben ging bergauf gelaufen. Plopp. Roter Kopf... klar. Zum Abschluss ging es dann noch für ein paar Runden durch den Blücherpark. Beim nächsten Training erhält jeder von uns einen individuellen Trainingsplan. Ich bin schon gespannt, was er mir abverlangen wird. Nach dem Sport haben wir uns übrigens noch ein leckeres Kölsch gegönnt (siehe Foto). Wer Sport treibt, darf auch genießen!

RheinEnergieMarathon Köln 2017

Habt ihr auch Lust bekommen, am 1. Oktober beim RheinEnergieMarathon Köln 2017 dabei zu sein? Dann findet ihr an dieser Stelle weitere Informationen zur Anmeldung und zur Route.

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!