02.10.2017 Gesine

Geschafft: Mit der Sonne im Rücken ins Ziel

Gesines Staffelteam hat es geschafft. Die Zeit: 4 Stunden und 17 Minuten. Prima. Da haben sich die letzten Wochen Vorbereitungstrainging doch gelohnt. Aber eigentlich waren sie noch ein bisschen schneller. Warum lest ihr heute im letzten Teil unseres Tagebuchblogs.

Tolle Leistung, Ingrid!

Sonntag, 1. Oktober 2017, Köln City

Die Sonne scheint über Köln. Die Laufschuhe sind geputzt. Die Startunterlagen fest ans T-Shirt geheftet. Es geht los zu meinem ersten Staffelmarathon. Per Whats-App bin ich mit meinen Mitläuferinnen Anne und Ingrid im Kontakt. Anne hat pünktlich um 10:04 die Startline durchquert. Sie ist verdammt schnell, denn schon um 11:20 Uhr bekomme ich die Nachricht, dass Ingrid den Chip an den Füßen hat. Ganz schön rasant unterwegs die Damen. Viel früher als eingeplant verlasse ich das Haus und mache mich auf den Weg zum Aachener Weiher. Zum Wechselpoint 2. Dort erwartet mich Martin, unser Fotograf, der unseren Staffellauf mit der Kamera festhält. Die Stimmung in der Stadt ist toll. Alle sind gut gelaunt und feuern die Läufer auf der Strecke wundervoll an. Selbst die Stimmung bei den wartenden Staffelläufern ist euphorisch und aufgeregt zugleich. Martin und ich checken noch schnell auf der RheinEnergieMarathon-App wo sich Ingrid befindet und dann ist es soweit. Mein Lauf beginnt um ca. 12:30 Uhr Richtung Innenstadt. Das macht richtig Spaß zu laufen. Abgelenkt durch die Anfeuerer und die Jubelgesänge an den Seitenstraßen vergeht der Lauf wie im Fluge. 

 

Wo bitte ist Mathias?

Viel schneller als gedacht komme ich um kurz nach 13 Uhr am Wechselpoint 3 an. Aber wo ist Mathias? Kein Mathias zu sehen. Ich laufe vorbei an meiner Box und warte. Irgendwo muss er doch sein? Fünf Minuten vergehen und dann entdecke ich ihn. Da waren wir Frauen doch viel schneller als geplant. Oder lag es an der Hochzeitsfeier der vergangenen Nacht? Egal, ich ziehe ihm schnell den Chip über und jage ihn auf die Strecke. Puh. Geschafft. Und jetzt ab zum Neumarkt. Dort warten Anne und Ingrid auf mich. Damit wir zusammen mit Mathias durchs Ziel laufen können. Gesagt, getan. Nach 4 Stunden und 17 Minuten haben wir den Dom erreicht. Glücklich, erschöpft und stolz zugleich. Und mit einem Running-Gag in der Tasche. :-)

Gemeinsam durch Ziel. Ein tolles Gefühl.

Das war richtig toll. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit meinen Staffelkollegen zu trainieren und den Lauf gemeinsam zu meistern. Vielen Dank an euch drei und vielleicht bis zum nächsten Jahr.

Dienstag, 13. September 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

So, es ist vollbracht: Meine Staffel steht. Gemeinsam mit Matthias, Ingrid und Anne gehe ich am 1. Oktober beim RheinEnergieMarathon Köln an den Start. Die drei bereiten sich genau wie ich bei der „Fit für die Staffel“-Laufschule auf den Marathon vor. Und das Beste? Sie freuen sich auch riesig auf das Rennen. Wer welchen Streckenabschnitt übernimmt, klären wir noch. Bis dahin bleibt die Freundschaft in jedem Fall intakt.

Liebe auf den dritten Blick. Mit diesem Modell geht es zum RheinEnergieMarathon (Bild: RheinEnergie).

Beim letzten Training hatten wir aber erst einmal Gelegenheit, uns passende Laufschuhe anzuschauen. Dafür hat uns extra eine Mitarbeiterin des Sportschuherstellers saucony beim Training besucht. Im Gepäck? Na klar: jede Menge Schuhe und Expertenwissen. Den perfekten Laufschuh zu finden ist eine Wissenschaft für sich. Ich kann euch nur empfehlen, ebenfalls eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Guter Richtwert: Eine Daumenbreite sollte zwischen großem Zehen und Schuhspitze Platz sein (Bild RheinEnergie).

Denn es gibt so viele Komponenten, die zu bedenken sind. Welcher Lauftyp seid ihr? Wie oft lauft ihr? Und auf welchem Untergrund? Wie rollt euer Fuß ab, wenn er auf den Boden trifft? Habt ihr breite oder eher schmale Füße? Und, und, und... Im Idealfall stellt ihr euch bei der Beratung auf ein Laufband, damit man euren Laufstil analysieren kann. Ich habe drei verschiedene Schuhe ausprobiert und dann das für meine Füße perfekte Paar gefunden. So ausgestattet, bin ich beim Training gleich doppelt so motiviert.

Dienstag, 8. August 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Es hat mich erwischt. Eiskalt. Quasi aus dem Nichts. Eine dicke Erkältung hat mich fest im Griff. An Training war und ist da nicht zu denken. Stattdessen Büroarbeit. Das ging und geht auch mit laufender Nase. Während ich gestern rumgeschnieft und Tee getrunken habe, hat der Rest der Lauftruppe hart trainiert. Sprunglauf stand auf dem Programm. Denn es braucht gefestigte Fußgelenke, damit wir uns beim Laufen kräftig vom Boden abdrücken können und große, weite Schritte machen. Und so ging es für meine Lauftruppe hüpfend mehrere Runden durch den Blücherpark.Wichtig danach: Gezieltes und ausgiebiges Dehnen, vor allem der vom Springen und Hüpfen beanspruchten Waden- und Oberschenkelmuskulatur. Am kommenenden Dienstag bin ich wieder mit von der Partie. 

Abwarten und Tee trinken, bis die Erkältung vorbei ist. Gesine musste in dieser Woche eine Zwangspause vom Marathon-Training nehmen (Bild: RheinEnergie).

Dienstag, 25. Juli 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Der innere Schweinehund ist eine blöde Sau. Als es in den vergangenen Wochen heiß war, erzählte er mir ständig, Gesine, wenn du nun läufst, bekommt das deinem Kreislauf gar nicht. Klang plausibel. Ich bin seinem Rat gerne gefolgt. Als die Temperaturen dann abgekühlt sind, gingen ihm die Argumente aus. Zeit für mich, das Training wieder aufzunehmen. Zumal ich die Verwaltung nicht mehr durchqueren konnte, ohne mir einen spöttischen Spruch der Kollegen einzufangen (Bevorzugt bei der Essensausgabe in der Kantine: „Hey, du trainierst ja sogar in deiner Mittagspause.“). 

Der Schweinehund hat sich dann erneut gemeldet, als es am Trainingstag regnete. „Du wirst dich erkälten.“ Klang auch plausibel. Da ich gehört hatte, dass wir bei Regen in einer Werkshalle Yoga machen würden, habe ich seinen Einwand überhört. Das mit dem Yoga hat sich nicht bewahrheitet, war dann aber den Rest der Trainingsstunde ein im wahrsten Sinne des Wortes „Running gag“. Etwa dann, wenn wir unser Lauf-ABC mit Anfersen, Kniehebelauf, Laufsprüngen etc. absolviert haben und die Aufgaben jeweils nach einer Yoga-Übung benannt haben.

Wet-head-Contest ausgerufen

Nass aber glücklich: Gesine und ihre Kollegin Kathrin haben das letzte Marathon-Training trotz Regens absolviert (Bild: RheinEnergie).

Hatten wir bei meinem vorletzten Taining den Red-head-Contest ausgerufen, gab es diesmal den Wet-head-Contest. Dabei haben wir alle vordere Plätze belegt. Ansonsten hat sich bewahrheitet, dass der innere Schweinehund meistens lügt. Denn Laufen macht auch im Regen Spaß. Und unter den Bäumen ist man dabei sogar recht gut geschützt. Am Wochenende geht es für die Truppe zum Altstadtlauf. Quasi ein erster Test für den RheinEnergieMarathon, der bereits am 1. Oktober ansteht. Für mich heißt es jetzt trainieren, trainieren, trainieren (und dabei den Schweinehund ignorieren). Bereitet ihr euch auch auf den RheinEnergieMarathon vor? Dann berichtet mir gerne von euren Erfahrungen im Kommentarfeld.

Tipp vom Trainer

„Achtet am Wettkampftag darauf, dass ihr nicht mehr zu komplex esst. Die Nahrung sollte leicht verdaulich sein. Ein voller Magen im Wettkampf würde euch zu sehr belasten. Hungern solltet ihr aber auch nicht. Bereitet euch am besten genau so vor, wie für euer Training auch, dann wird es ein super Wettkampf.“

Dienstag, 20. Juni 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Ok, jetzt mal ehrlich. Gibt es etwas Dümmeres, als bei 34 Grad (gefühlten 45 Grad) in der prallen Sonne durch den Blücherpark zu laufen? Mir fällt spontan nicht viel ein. Außer vielleicht von der Hohenzollernbrücke in den Rhein zu springen oder auf der Mittelspur der A4 den Verkehr regeln zu wollen. Probiere ich dann als Nächstes ;-) Spaß beiseite, das letzte Training von „Fit für die Staffel“ war anstrengend. Das lag auch, aber nicht nur am Wetter. Denn unsere Trainer Frederick und Lukas haben uns ein forderndes Intervalltraining auferlegt.

Unsere Trainer gönnen sich eine Auszeit im Schatten. #nichtfair

Eine halbe Stunde lang sind wir die Runde im Blücherpark in wechselnden Geschwindigkeiten gelaufen: jeweils 200 Meter in normalem Tempo, 200 Meter Sprint, 200 Meter normales Tempo, 200 Meter Sprint, ... Ich gebe zu, ich habe mindestens eine Runde gehend zurückgelegt.  

Red-head-Contest ausgerufen

Unsere Köpfe waren nach dem Intervalltraining vor allem eines: rot. Ein Grund, warum meine Kollegin Ronja und ich den Red-head-Contest ausgerufen haben. Ich finde, ich habe die Trophäe verdient. Oder etwa nicht?   

Rot, röter, Gesines Kopf? Wer von den beiden hat den Red-head-Contest gewonnen?

Dienstag, 23. Mai 2017, Blücherpark, Neuehrenfeld

Für ein Selfie bleibt immer Zeit.

Ich liebe Sport. Also grundsätzlich. Denn Laufen zum Beispiel liegt mir gar nicht. Nach vier Kilometern habe ich einen roten Kopf und schnappe nach Luft. Amüsiert Passanten und Begleiter, mich natürlich nicht so sehr. Das Problem? Ich mache überwiegend Sportarten wie Krav Maga und Aerobic (und natürlich Tanzen im Club). Dabei kommt es eher auf Kraft als auf Kondition an. Zeit, das zu ändern. Seit Dienstag mache ich deshalb bei der Laufschule „Fit für die Staffel“ der RheinEnergie mit. Das Angebot richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die ihre Kondition verbessern und am RheinEnergieMarathon teilnehmen wollen. Als Teil einer Staffel. Wir wollen ja nicht gleich übertreiben. Mein Ziel ist es also, zusammen mit drei Kollegen als Staffel beim RheinEnergieMarathon mitzulaufen. Zur Auswahl stehen Strecken mit einer Länge von 11,9 km, 11,7 km, 6,4 km oder 12,2 km. Klingt machbar.

Wer Sport treibt, darf auch genießen!

Das erste Training hat Lust auf mehr gemacht. Wir sind eine bunte Truppe. Jeder achtet auf jeden und motiviert den anderen. Die Auszubildende läuft neben dem Kollegen, der bereits in Altersteilzeit ist. Vorkenntnisse oder besondere Fitness? Alles nicht notwendig, unsere Trainer Frederick und Lukas machen es möglich und holen jeden genau dort ab, wo er fitnesstechnisch steht. Die beiden kommen von ProAthletes und sind wirklich gut darin, uns zu motivieren. Profis halt. 

Forderndes Intervalltraining

Nach dem lockeren Einlaufen durch den Blücherpark, übrigens eine sehr schöne Location, standen Dehn- und Stabilitätsübungen auf dem Programm. Position halten, Gleichgewicht schulen, verschiedene Muskelgruppen fordern – kenne ich, fällt mir daher eher leicht. Ganz anders das darauffolgende Intervalltraining: Dabei sind wir so schnell es eben ging bergauf gelaufen. Plopp. Roter Kopf... klar. Zum Abschluss ging es dann noch für ein paar Runden durch den Blücherpark. Beim nächsten Training erhält jeder von uns einen individuellen Trainingsplan. Ich bin schon gespannt, was er mir abverlangen wird. Nach dem Sport haben wir uns übrigens noch ein leckeres Kölsch gegönnt (siehe Foto). Wer Sport treibt, darf auch genießen!

RheinEnergieMarathon Köln 2017

Habt ihr auch Lust bekommen, am 1. Oktober beim RheinEnergieMarathon Köln 2017 dabei zu sein? Dann findet ihr an dieser Stelle weitere Informationen zur Anmeldung und zur Route.

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!