05.05.2017 Adrian

Laura Hottenrott: „Der RheinEnergieMarathon ist etwas ganz Besonderes“

Laura Hottenrott (r.) will 2017 beim RheinEnergieMarathon Köln erneut auf dem Treppchen stehen (Bild: RheinEnergie).

Am 1. Oktober ist beim RheinEnergieMarathon Köln wieder die ganze Stadt auf den Beinen: Tausende auf der Strecke, Zehntausende am Wegesrand. Mit dabei ist auch Laura Hottenrott, Gewinnerin des Halbmarathons 2016. Wir haben sie zum Interview getroffen und mit ihr über Ziele, Lieblingsstrecken und die Besonderheit des RheinEnergieMarathons gesprochen.

RheinEnergieBlog: Laura, 2016 ist es für dich beim RheinEnergieMarathon mit dem Sieg beim Halbmarathon sehr gut gelaufen. Welche Ziele hast du dir für 2017 gesetzt?

Laura Hottenrott: Ich versuche in jedem Fall meinen Titel zu verteidigen. Und da bei der Zeit noch Luft nach oben ist, bin ich recht zuversichtlich. Nach einer Verletzung hinke ich allerdings ein wenig im Training hinterher. Aber das hole ich schnell wieder auf.

RheinEnergieBlog: Was macht den Kölner Marathon für dich so besonders?

Laura: In erster Linie die Menschen – es gibt kaum einen Lauf, bei dem die Stimmung so toll und ausgelassen ist wie in Köln. Und dann noch die Strecke: Man läuft immer im Herzen der Stadt und nicht durch trostlose Randgebiete. 

RheinEnergieBlog: In der Regel zieht es Sportler im Wettkampfbereich ab Mitte 20 auf die volle Marathon-Distanz. Planst du Ähnliches?

Laura: Ja, ich denke, dass ich mich ab dem kommenden Jahr verstärkt auf die volle Distanz konzentrieren werde. Mein Ziel ist es, in dieser Disziplin 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start zu gehen. 

In Topform zur Topzeit: Laura Hotenrott gewinnt 2016 den Halbmarathon Köln (Foto: Philipp Cielen).

RheinEnergieBlog: Du machst seit vergangenem Jahr an der Sporthochschule deinen Master in Exercise Science and Coaching, wohnst und trainierst also in Köln. Hast du Lieblingsstrecken in der Stadt?

Laura: Klar, da gibt es einige. Besonders gerne starte ich direkt bei uns an der Hochschule in Müngersdorf, drehe einige Runden um den Adenauerweiher und laufe dann weiter zum Stadtwald. Länge und Dauer kann ich so gut an den Trainingsplan anpassen. Und am Rheinufer laufe ich auch gerne. Das bietet sich hier in Köln einfach an.

RheinEnergieBlog: Wie sieht dein aktueller Trainingsplan aus? Kommst du noch zum Studieren?

Laura: Ja, beides ist gut miteinander vereinbar. Ich habe sechs Jahre mit einem Sportstipendium in Boston verbracht und bin an die Doppelbelastung gewöhnt. Aktuell trainiere ich zehn Mal pro Woche. Das Training besteht überwiegend aus Laufeinheiten mit Längen zwischen acht und 25 Kilometern. Hinzu kommen Radfahren und Stabilitätstraining. 

Imagefilm RheinEnergieMarathon Köln 2017 # # # Image video of the 2017 RheinEnergieMarathon Cologne from RheinEnergieMarathon Köln on Vimeo.

RheinEnergieBlog: Welche Tipps hast du für alle, die jetzt mit ihrem Training für den RheinEnergieMarathon loslegen wollen?

Laura: Vor allem sollte man nicht Hals über Kopf beginnen, sondern vorher einen realistischen Trainingsplan erstellen. Im Internet gibt es dazu zahlreiche Anleitungen. Ich würde mich auch nicht an Zielzeiten orientieren, denn bessere Ergebnisse erzielt man durch ein herzfrequenzgesteuertes Training. Dabei gibt der Körper das Tempo vor – und auf den sollte man im Wettkampf wie im Training immer hören. 

(Foto: www.laura-hottenrott.de)

Steckbrief

Laura Hottenrott
Geburtstag: 14. Mai 1992
Wohnort: Köln
Position: Mittel- und Langstreckenläuferin

größte sportliche Erfolge:
- Sieg Köln Halbmarathon 2016
- 2. Platz Deutsche Meisterschaften über 10.000 Meter 2016
- 3. Platz Deutsche Meisterschaften über 5.000 Meter 2015

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!