21.08.2017 Adrian

Tolle Idee: Mal ein Blatt vor den Mund nehmen

Schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die ihre guten Ideen einfach in die Tat umsetzen. Zum Beispiel die Gründer des Start-ups leaf republic, das nachhaltige Einwegteller und -schalen aus Schlingpflanzen produziert.

Im Sommer zieht es viele Menschen raus ins Freie – in Parks und Grünanlagen oder ans Wasser. Dort grillen sie, hören Musik und genießen die Zeit in der Natur. So wie das Team des Start-ups leaf republic. „Blöd aber fanden wir, dass bei unseren Grillabenden an der Isar so viel Müll anfiel. Das wollten wir ändern“, sagt Mitgründerin Caroline Fiechter. 

Im Sommer zieht es viele zum Grillen nach draußen. Oft ein Problem: der dabei anfallende Müll (Foto: leaf republic).

Gut vier Jahre und eine Crowdfunding- Kampagne sowie viele Tests später, hat leaf republic, eine Ausgründung der Ludwig-Maximilians-Universität München, eine biologisch abbaubare Alternative zu Einweggeschirr aus Papier oder Plastik in den Onlinehandel gebracht.

9,90 Euro kosten 15 Teller auf Amazon. Bäume müssen dafür nicht gefällt werden. „Das Material, das wir verwenden, sind Blätter einer wilden Schlingpflanze, die in Asien und Südamerika wächst.“ Nach Angaben der Gründer kann dreimal im Jahr geerntet werden. 

Das Öko-Geschirr ist innerhalb von 28 Tagen vollständig abbaubar (Foto: leaf republic).

In Taufkirchen bei München werden dann Schalen oder Teller aus den gereinigten Blättern, die zu Platten gepresst und mit Gras genäht werden. Der Kompost, so formuliert es Caroline Fiechter, entsteht also nicht dort, wo die Pflanzen wachsen, sondern bei uns in Deutschland. Bei der Produktion verzichtet das Unternehmen vollständig auf Farbstoffe, Kleber oder Chemie. Das Geschirr sei deshalb innerhalb von nur 28 Tagen vollständig abbaubar.

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