28.11.2017 Anna

Fair und transparent – darum stellen wir das Wasserpreissystem um

Dat Wasser vun Kölle es jot. Daran ändert sich auch nichts, wenn ab dem 1. Januar 2018 unser neues Wasserpreissystem in Kraft tritt. Mit dem neuen System sorgen wir dafür, dass sich die Kosten fair und verursachungsgerecht auf alle Kunden verteilen.

Wir stellen zum 1. Januar 2018 unser System zur Berechnung der Trinkwasserpreise um. Denn das bisherige Preissystem ist nicht mehr zeitgemäß. Es bildet die tatsächlichen Kosten nicht mehr richtig ab.

Die Wasserrechnung unserer Kunden setzt sich aktuell zu ca. 20 Prozent aus festen Preisbestandteilen (Grundpreis) und zu ca. 80 Prozent aus mengenabhängigen Preisbestandteilen (Verbrauch) zusammen. Bei unseren Kosten für Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Trinkwassernetze, Brunnenanlagen und Wasserwerke verhält es sich aber genau andersherum. Ein Großteil der Kosten entsteht unabhängig von der gelieferten Wassermenge.

Missverhältnis zwischen Kosten und Erlösen im aktuellen Wasserpreissystem (Grafik: RheinEnergie/VKU).

Das bestehende Preissystem belastet Kunden daher einseitig und ungleichmäßig: Kunden mit einem hohen Wasserverbrauch, wie z.B. Familien mit mehreren Kindern, zahlen derzeit besonders viel, obwohl sie durch den höheren Trinkwasserverbrauch gar keine höheren Infrastrukturkosten verursachen. Sie zahlen also über ihre hohen Verbrauchskosten für die Wenignutzer mit. Dementgegen profitieren die Geringverbraucher davon, obwohl sie ebenso die Kosten des Gesamtsystems Wasserversorgung mitverursachen.

Achim Südmeier erklärt das neue Wasserpreissystem

Diese Schieflage in der Kostenverteilung erschwert uns als Wasserversorger Investitionen in die Infrastruktur. Daher haben wir mehrere Monate lang die Umstellung auf ein Wasserpreissystem geprüft, über das sich die Kosten für alle gerechter verteilen lassen. Für unser Unternehmen ist die Umstellung auf die neue Tarifstruktur erlösneutral.

Das neue Wasserpreissystem

In unserem neuen Wasserpreissystem macht der Mengenpreis etwa die Hälfte der Wasserrechnung aus, die andere Hälfte entfällt auf den Grundpreis. Zudem ändert sich die Bemessungsgrundlage: Bislang hängt der Grundpreis von der Größe des Wasserzählers ab, künftig von der von der Art der Gebäudenutzung.

Tarifbeispiel für Wohnung in einem Sechsfamilienhaus (Grafik: RheinEnergie).

Wir unterscheiden dabei zwischen Wohngebäuden und Nicht-Wohngebäuden (Gewerbe u.a.). Die Grundpreise für Wohngebäude sind nach der Anzahl der sich darin befindenden Wohneinheiten gestaffelt. Um die Kosten möglichst gerecht zu verteilen, haben wir die neuen Grundpreise degressiv mit der zunehmenden Anzahl der Wohneinheiten kalkuliert. Das heißt: Der Grundpreis pro Wohneinheit in größeren Mehrfamilienhäusern fällt etwas niedriger aus, als der Grundpreis pro Wohneinheit in kleineren Häusern. Das bildet die tatsächlichen Anteile an den Infrastrukturkosten am besten ab. Die Grundpreise für Nicht-Wohngebäude sind im neuen Tarifsystem nach dem Jahresverbrauch gestaffelt.

Tarifbeispiel für ein Einfamilienhaus (Grafik: RheinEnergie).

Auf unserer Internetseite haben wir ausführliche Informationen zu unserem neuen Wasserpreissystem zusammengestellt. Einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog, zahlreiche Preisbeispiele und einen Tarifrechner findet Ihr unter rheinenergie.com/trinkwasser





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