24.07.2017 Anna

Hotspot, Tankstelle, Parkplatzfinder: die Supertalent-Leuchten von Nippes

Auf einem Teilstück der Neusser Straße erproben wir neueste Technik (Bild: RheinEnergie).

Sie leuchten, senden, messen, scannen – und laden demnächst sogar Elektrofahrzeuge auf. In der Klimastraße in Köln-Nippes zeigen wir, welche Talente in unseren Leuchten stecken. Was dort getestet wird, könnte in Zukunft in ganz Köln zum Einsatz kommen. 

Sie können viel mehr als nur Licht spenden. Unsere Leuchten an Kölner Straßen, Wegen und Plätzen haben eine Menge Eigenschaften und Talente, die man Ihnen auf den ersten Blick gar nicht zutraut. Denn: „Fast alle unsere Leuchten sind anders als in vielen anderen Städten rund um die Uhr mit dem Stromnetz verbunden. Und das können wir zu unterschiedlichsten Zwecken nutzen“, sagt Christian Remacly aus unserer Unternehmens-entwicklung.

WLAN-Router in Leuchten verbaut

So dienen die Leuchtenmasten zum Beispiel an Marktplätzen in Köln vielerorts als Steckdose. Marktbeschicker können eine kleine Klappe am Leuchtenmast öffnen und ihre Wagen anschließen, zum Beispiel um Ware kühl zu halten. Auf dem Wilhelmplatz in Köln-Nippes ist das täglich zu beobachten.

Ganz schön clever: Die Umgebung zu beleuchten ist nur noch eine von zahlreichen Aufgaben, die die Leuchten auf einem Teilstück der Neusser Straße in Köln-Nippes schon heute erfüllen (Bild: RheinEnergie).

Besonders vielseitige Leuchten finden sich nur ein paar Meter davon entfernt, entlang der Klimastraße. Auf diesem Teil der Neusser Straße testen wir im Rahmen von SmartCityCologne innovative Energielösungen – und die Leuchtenmasten spielen dabei eine große Rolle. Die Leuchten auf der Klimastraße spenden mit modernen LED-Leuchtmitteln besonders energieeffizient Licht und sie melden sich automatisch bei uns, wenn ihre Leistung nachlässt oder das Leuchtmittel defekt ist. In und an ihren Masten ist aber noch viel mehr Technik verbaut: Integrierte WLAN-Router von NetCologne bieten Passanten auf der Klimastraße kostenlosen Zugang zum Internet. Wer genau hinsieht, entdeckt an den Leuchtenmasten zudem kleine dunkle Kästchen. Darin sind Sensoren untergebracht, die Umweltdaten messen – Luftpartikel, Temperatur und Geräuschpegel zum Beispiel. „Mit der Stadt Köln sind wir über die Aufbereitung und die Nutzung dieser Daten im Gespräch“, sagt Remacly.

Video: Die Klimastraße in Köln-Nippes

In Kooperation mit der Cleverciti Systems GmbH haben wir an den Leuchtenmasten außerdem Parksensoren installiert. Sie erfassen mithilfe einer Kamera, ob ein Parkplatz in ihrem Umfeld frei oder besetzt ist. So testen wir auf der Klimastraße ein System, dass es den Kölnern vielleicht in Zukunft ermöglicht, sich per App zum nächsten freien Parkplatz navigieren zu lassen. Apropos Autofahren: Die ersten unserer Leuchten werden jetzt auch zu Stromtankstellen. 

Kölns smarteste Straße – wo finde ich was? (Für Großansicht auf das Bild klicken; Grafik: RheinEnergie).

„An drei Masten in der Klimastraße installieren wir in den kommenden Wochen TankEn“, sagt Markus Zoschke. Die Parkplätze daneben werden zu Stellplätzen für E-Fahrzeuge, pro Leuchtenmast kann ein Auto laden. „Ist der Test mit den TankEn an Leuchtenmasten auf der Klimastraße erfolgreich, könnten in Zukunft auch andere Leuchten in Köln zur Tankstelle werden.“

Dieser Beitrag stammt von unserer Kollegin Anna Reimann. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr Anna unter a.reimann@rheinenergie.com erreichen. Ihr könnt ihr auch eine Nachricht ins Kommentarfeld unter diesem Beitrag schreiben.





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