03.04.2017 Anna

Insektenfreundliches Licht – neue Leuchten für Nippeser Park

Ein neuer, beleuchteter Weg im Johannes-Giesberts-Park verbindet das Neubaugebiet auf dem Clouth-Gelände mit der Amsterdamer Straße. Die von uns installierten Laternen werden mit ihren besonderen Eigenschaften dem Tier- und Pflanzenschutz gerecht.

Vorteil für Mensch und Tier

Die Bewohner des Clouth-Geländes in Köln-Nippes kommen nun auch im Dunklen sicher zur nächsten KVB-Haltestelle: Durch den Johannes-Giesberts-Park zwischen dem Neubaugebiet und der Stadtbahn-Station „Kinderkrankenhaus“an der Amsterdamer Straße führt seit Anfang des Jahres ein neuer, beleuchteter Weg.

 

Im Auftrag der Stadt haben wir die Laternen installiert. Da es sich beim Johannes-Giesberts-Park um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, gab es dabei einige Auflagen zu beachten. So ist das Licht der Leuchten nur auf den neuen Gehweg gerichtet, damit kein Streulicht im Park entsteht, das die Tier- und Pflanzenwelt stören könnte. Und die Laternen sind so gebaut, dass sich in den Gehäusen keine kleinen Tiere verfangen können. „Außerdem spielt bei der Beleuchtung in Grünflächen die Lichtfarbe eine große Rolle“, erklärt Michael Kitzel, Leiter des Bereichs Öffentliche Beleuchtung. Im Johannes- Giesberts-Park sind LED-Leuchten mit einer Farbtemperatur von 3.000 Kelvin im Einsatz. Diese ziehen einer Studie zufolge Insekten weniger an als Leuchtmittel mit einer höheren Farbtemperatur. „Wir sprechen deshalb auch von insektenfreundlichem Licht“, sagt Kitzel. Die üblichen Straßenlaternen in Köln leuchten mit 4.000 Kelvin.

Nachts nur noch halb so hell

Zum Schutz der Insekten und um Energie zu sparen sind die neuen 50-Watt-Leuchten im Johannes-Giesberts-Park je nach Uhrzeit auch unterschiedlich hell: Ab 23.00 Uhr werden sie von voller Stärke auf 75 Prozent Lichtleistung heruntergeregelt, ab 1.00 Uhr in der Nacht auf 50 Prozent. Ab 5.00 Uhr bis zur Abschaltung der Straßenlaternen am Morgen strahlen sie dann wieder mit 100-prozentiger Leuchtkraft.

 

Die Technik für solche Dimmeffekte sei heutzutage in allen LED-Leuchten ab 50 Watt integriert, sagt Michael Kitzel. „Bei der Entscheidung, ob wir eine Laterne tatsächlich dimmen oder nicht, müssen wir aber immer zwischen Tier- und Umweltschutz, Energieverbrauch und Sicherheit für den Verkehr und die Kölner Bürger abwägen.“ Im Johannes-Giesberts-Park machen die gedimmten Lichter für Fußgänger und Radfahrer kaum einen Unterschied. „Es ist trotz heruntergeregelter Lichtleistung nicht düster auf dem Weg“, sagt Kitzel.

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