12.01.2018 Anna

Zweite Ernte im Energiewald

Der Energiewald ist Bestandteil des Waldlabors, unseres Gemeinschaftsprojekts mit der Stadt Köln und Toyota. 2010 entstand es auf einer Gesamtfläche von 25 Hektar an der Bachemer Landstraße in Junkersdorf.

 

Auf einer Fläche von 6,3 Hektar stehen besonders schnell wachsende Bäume wie Pappeln und Weiden. Alle zwei bis fünf Jahre sind sie groß genug, um geerntet zu werden. Zu Holzhackschnitzeln verarbeitet dienen sie der umweltschonenden Strom- und Wärmeerzeugung in Biomasse-Heizkraftwerken

Spezialmaschine im Einsatz

Vier Jahre nach der ersten Ernte im Jahr 2014 war es in dieser Woche wieder soweit: Am Mittwochmorgen rückte schweres Gerät an. „Es handelt sich um eine Spezialmaschine, die die Bäume abschneidet“, erklärt Markus Bouwman, Leiter der städtischen Forstverwaltung. „Sie werden häckselt und automatisch auf einen Anhänger verladen.“

 

Über die Abfallversorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln gelangt das Material dann zu verschiedenen Biomasse-Heizkraftwerken im Rheinland. Die Wurzeln der Bäume bleiben bei der Ernte erhalten, so dass im Frühjahr wieder neue Sprösslinge austreiben können.

CO2-neutrale Strom- und Wärmeerzeugung

Bei der Strom- und Wärmeerzeugung mit dem Material aus dem Energiewald wird CO2 freigesetzt. „Diese freigesetzte Menge CO2 nehmen die Bäume aber wieder auf, wenn sie im Frühjahr nachwachsen“, sagt Sebastian Ponsa, Manager im Bereich Erneuerbare Energien in unserem Unternehmen. „So haben wir dann eine CO2-neutrale Strom- und Wärmeerzeugung.“

Mehr als 400 Tonnen Hackschnitzel

Bei der letzten Ernte im Jahr 2014 konnten wir 360 Tonnen Holzhackschnitzel ernten. Weil die Bäume seitdem 10 bis 15 Meter gewachsen sind, werden es diesmal vermutlich sogar mehr als 450 Tonnen sein. Diese Menge kann rund 100.000 Liter Heizöl ersetzen. „Wir können damit 50 bis 60 Haushalte ein Jahr lang mit Strom und Wärme versorgen“, sagt Ponsa.

 

Die WDR-Lokalzeit hat die Erntearbeiten mit der Kamera begleitet. Das Video finden Sie in der WDR-Mediathek.

 

Weitere Informationen zum Energiewald gibt es im Internet unter koeln-waldlabor.de.





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