14.06.2017 Anna

Premiere in Neuss: RheinWerke nehmen erstes Windrad in Betrieb

Das erste Windrad des Gemeinschaftsprojekts "RheinWerke" ist am Netz (Foto: RE).

Fünf Jahre Planung, sechs Monate Bauzeit – und nun grüner Strom aus Windenergie für rund 1.400 Haushalte. Die RheinWerke, unser Gemeinschaftsunternehmen mit den Stadtwerken Düsseldorf, haben im Neusser Stadtteil Grefrath ihre erste Windkraftanlage errichtet.

An einem riesigen Kran hängend schwebt sie durch die Luft. „Das ist die Gondel, das Herzstück der Windkraftanlage“, erklärt Ulrich Bemmann, Leiter unseres Bereichs Erneuerbare Energien. Es ist Anfang April, als „das Herzstück“ zur Baustelle nach Neuss-Grefrath geliefert und vom Sattelschlepper gehoben wird. Dort haben die RheinWerke, unser Gemeinschaftsunternehmen mit den Stadtwerken Düsseldorf (SWD), in den vergangenen Wochen ihr erstes Windrad errichtet. Im Jahr 2013 haben die SWD und wir die RheinWerke gegründet.

Video: Mit Servicetechnikerin Nicole aufs Windrad

Gemeinsam planen und realisieren wir seitdem Energiewende-Projekte – zum Beispiel die Landstromversorgung für Schiffe. Nun also das erste Projekt im Bereich Windenergie: 150 Meter hoch ist das Windrad in Neuss-Grefrath. Mit seinen zwei Megawatt Leistung kann es jährlich rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Genug, um 1.400 Haushalte zu versorgen. „In der Gondel sind die Hauptkomponenten dafür untergebracht: Getriebe, Rotorwelle und Generator“, erklärt Bemmann, der auch Geschäftsführer der RheinWerke ist.

Die Gondel ist das Herzstück eines Windrads. Sie beherbergt u.a. die Turbine (Foto: RE).

Seit Ende April ist die Windkraftanlage am Netz. Das Genehmigungsverfahren war sehr komplex, erinnert sich unser Projektleiter Roland Wigger. Entwicklung und Planung des Projektes nahmen insgesamt fünf Jahre in Anspruch. Für den Betrieb der Anlage sind gewisse Auflagen einzuhalten. So wird das Windrad zum Schutz der Fledermäuse von April bis Oktober bei bestimmten Witterungsverhältnissen abgeschaltet. „Der windreiche Standort in Grefrath sorgt jedoch trotz dieser Auflagen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Windenergieanlage“, sagt Wigger.

Dieser Beitrag stammt von unserer Kollegin Anna Reimann. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr Anna unter a.reimann@rheinenergie.com erreichen. Ihr könnt uns auch eine Nachricht ins Kommentarfeld unter diesem Beitrag schreiben.





Sven Ketelhut

Also:
5Mio kWh = 5.000MWh
Durchschnittlicher Jahresverbrauch ~2,5MW
5.000MWh/(2,5MW*1400Haushalte)=1,43Stunden Strom pro Jahr und Haushalt ... wer hat da den Taschenrechner vergessen.
Davon abgesehen wird da mit von 3.504 Voll-Laststunden gerechnet, die möchte ich mitten in Deutschland anzweifeln, eher 2.000 bis 2.500.

Da ist eine Gemeinde ganz schön von einem Windkraftlobbyisten abgezockt worden.

Und gut für die Umwelt sind Windmühlen auch nicht (allerdings finden die Umweltschäden zum größten Teil nicht in Deutschland statt, also sind die nicht so schlimm, NIMBY wie der Brite sagen würde)

Wir sind kontaktfreudig. Schreibt uns!