09.10.2017 Adrian

Hygieneartikel und Co. – was auf keinen Fall in die Toilette gehört

Medikamente, Weichmacher, Mikroplastik –  das alles gehört nicht in die Gewässer. Doch viele Schadstoffe bringen wir unbedacht im Alltag in den Wasserkreislauf ein. Wir zeigen euch, wie ihr aktiv zum Schutz unseres Trinkwassers beitragen könnt.

Müll gehört nicht in die Toilette

Für Müll ist die Toilette tabu (Foto: Fotolia).

Speisereste, Öle, Fette, Hygieneartikel und Medikamente gehören nicht ins Klo, sondern in den Rest- oder sogar Sondermüll. Einmal in den Wasserkreislauf gelangt, lassen sich die Stoffe nur schwer wieder entfernen. WC-Duftsteine vertreiben unangenehme Gerüche, sind für das Wasser aber eine Belastung.

Putzwasser gehört – in die Toilette

Vor dem Haus befindet sich ein Gully? Praktisch. Warum sollte man das Putzwasser dort also nicht entsorgen? Ganz einfach: Viele Gullys sind lediglich an die Regenkanalisation angeschlossen. Die fließt ohne Umwege in die Gewässer. Putzwasser gehört deshalb immer in die Toilette und damit ins Klärwerk.

Reinigung: besser auf die sanfte Tour

Für Gewässer (und eure Haut) sind "scharfe" Reinigungsmittel Gift. Im Handel gibt es zahlreiche Alternativen (Foto: Fotolia).

Waschmittel und Reiniger enthalten Stoffe – beispielsweise Phosphate – die unserem Wasser schaden. Deshalb gilt bei deren Einsatz: weniger ist mehr, also mehr Umweltschutz. Verwendet nur soviel Wasch- und Reinigungsmittel, wie wirk-lich nötig ist. Es gibt auch viele Reiniger im Handel, die natür-liche und leicht abbaubare Inhaltsstoffe enthalten. 

Peeling – besser ohne Mikroperlen!

Viele Kosmetika und Duschgele enthalten feinste Mikroperlen, die den Peeling-Effekt unterstützen sollen. Häufig bestehen die kleinen Perlen aus Kunststoff. Im Wasser wirken die Kügelchen wie ein Magnet auf Umweltgifte und gelangen oft wieder in den Nahrungskreislauf von Mensch und Tier – nicht sehr appetitlich?! Die Partikel bleiben außerdem über Jahrhunderte im Wasser. Am besten verzichtet ihr von vornherein auf Produkte, die Mikroplastik enthalten. Eine Produktliste hat der BUND für euch zusammengestellt.

Video: Woher kommt unser Trinkwasser?

Gesund und lecker: Wasser aus der Leitung

Auch Weichmacher aus PET-Flaschen belasten die Gewässer unnötig und landen über die Nahrung im ungünstigsten Fall wieder auf unserem Tisch. Dabei lässt sich die Anzahl von PET-Flaschen im Haushalt einfach reduzieren. Trinkt statt Mineralwasser aus Plastikflaschen besser Trinkwasser aus der Leitung. Das könnt ihr mit einem Wassersprudler schnell und kostengünstig mit Kohlensäure versetzen. Das spart das lästige Schleppen und schont euren Geldbeutel.

Kompost ist der beste Dünger

Ihr habt noch keinen Komposter im Garten? Dann wird es höchste Zeit. Denn Laub, Gras-schnitt und Küchenabfälle verwandeln sich darin zu bestem Kompost. Der liefert die für Böden wichtigen Mikro-organismen gleich mit. Dagegen sehen chemische, wasser-belastende Dünger ziemlich alt aus.

Keine Chemie im Garten

Wenn im Garten das Unkraut sprießt, greift der Hobbygärtner oft vorschnell zu chemischen Unkrautvernichtungsmitteln. Die sind zwar wirksam, sickern aber ins Grundwasser oder fließen zusammen mit dem Regen in unsere Gewässer. Dort richten sie in beiden Fällen Schaden an. Nutzt daher besser „natürliche“ Unkrautvernichter und Schädlingsbekämpfungsmittel (Hochdruckreiniger, Brennesseljauche). Was die nicht schaffen, könnt ihr mit vollem Körpereinsatz durch Kratzen und Jäten beseitigen. Das ist doppelt gut. Denn so schützt ihr das Wasser und bewegt euch mehr.





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