27.10.2017 Adrian

Kampagne erklimadasmal gestartet: „Immer mehr zu wollen geht nicht“

Boten dem Publikum eine spannende Diskussion (v.l.n.r): Stefan Brings, Achim Südmeier, Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Karin Kekulé, Alex Saier, Prof. Dr. Mojib Latif und Dr. Barabara Möhlendick.

Mit einer Eröffnungsveranstaltung ist am Donnerstagabend auf der MS RheinEnergie die Klimaschutzkampagne #erklimadasmal gestartet. Mit dabei: unser Vertriebsvorstand Achim Südmeier, Klimaforscher Mojib Latif und Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge von der Uni Köln. Auf den Punkt brachte den Abend der Musiker Stefan Brings.

Klimaleugnern musste es die Sprache verschlagen. Die Folien, die der Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif am Donnerstagabend auf der Eröffnungsveranstaltung der Kampagne #erklimadasmal an Bord der MS RheinEnergie präsentierte, ließen keine Zweifel offen. Der Anstieg der Erdtemperatur in den vergangenen Jahrzenten ist menschgemacht. Dieser hängt unmittelbar mit der Industrialisierung und dem damit verbundenen Ausstoß von Treibhausgasen zusammen.

Trailer #erklimadasmal

„Gelingt es uns nicht, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen“, sagte Prof. Latif, „sind die Konsequenzen für unseren Planeten verheerend. Wir werden alle Verlierer sein.“ Gletscherschmelze, Meeresspiegelanstieg und Landflucht wären die Folgen – damit verbunden: erhebliche Kosten für die Volkswirtschaften. Seine Lösung: eine CO2-Steuer. „Für die Schäden sollten diejenigen zahlen, die sie verursachen.“

Pointierte Wortakrobatik

Auf der Podiumsdiskussion entspann sich nach Latifs Vortrag eine spannende Diskussion. Teilnehmer waren neben Latif die Klimaschutzkoordinatorin der Stadt Köln Dr. Barabara Möhlendick, Alex Saier von der UN-Klimakonferenz, Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge von der Universität zu Köln, unser Vertriebsvorstand Achim Südmeier und der Musiker Stefan Brings. Letzterer brachte die Diskussion als passionierter Radfahrer (ohne Führerschein) dann auch auf den Punkt. „Immer mehr zu wollen geht nicht. Wir alle müssen in Zukunft öfters auch mal verzichten: auf das noch schnellere Auto oder auf die Flugreise nach Mallorca.“

Vom Publikum gefeiert: Poetry-Slammer Sebastian 23.

Diese Aussage widerholte sinngemäß Deutschlands bekanntester Poetry-Slammer Sebastian 23 (siehe Foto) während zweier vom Publikum bejubelter Auftritte. Mit pointierter Wortakrobatik sprach er darin das Klimadilemma an: den bequemen Wohlstand auf der einen und den notwendigen Verzicht auf der anderen Seite.  

Achim Südmeier brachte abschließend noch optimistische Töne in die Diskussion ein: „Ich neige zu Pragmatismus und bin mir sicher, dass wir viele der angesprochenen Probleme lösen können – etwa mit neuen Technologien. Wir müssen uns halt auf den Weg machen.“

Die Kampagne erklimadasmal

#erklimadasmal ist eine Kooperation unseres Unternehmens mit lokalen Akteuren aus der Region Köln/Bonn. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte voranzutreiben und den Bürgern Antworten auf drängende Fragen zum Klimawandel zu geben.





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