07.07.2017 Claudia

Hohe Temperaturen: Spitzenwert bei Kölner Wasserverbrauch

Bei schönem Sommerwetter fließt das kühle Nass in Strömen. Das verzeichnen auch unsere Kollegen im Wasserwerk (Foto: Fotolia).

Hoch Gisela treibt mit den Temperaturen auch den Trinkwasserverbrauch in Köln deutlich in die Höhe. Der bisherige Spitzenwert aus dem Jahrhundertsommer 2003 bleibt aber unerreicht. Auch der Stromverbrauch liegt aktuell über dem Durchschnitt.

Hoch Gisela beschert uns heiße Tage und damit schöne Stunden an Badeseen, in Schwimmbädern und Biergärten. Als unangenehme Begleiterscheinung ging hitzebedingt aber auch die ein oder andere schlaflose Nacht auf Giselas Konto. Verbunden mit dem Wunsch, rund um die Uhr unter der eiskalten Dusche zu stehen.

Das Wasser von Köln ist dieser Tage also heiß, beziehungsweise eiskalt begehrt. Es wird geduscht, geschwommen, geplantscht, gegossen und natürlich getrunken. Und das ist auch gut so. Denn zu wenig Flüssigkeit kann bei diesen Temperaturen schnell zu Kreislaufproblemen, Muskelkrämpfen und Konzentrationsschwäche führen. Deshalb rät die Bundesärztekammer, mindestens zwei Liter am Tag zu trinken. Ein Erwachsener verliert bereits an „normalen“ Tagen durchschnittlich anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit. An heißen Tagen kann dies schnell das Doppelte bis Dreifache sein.

Video: Limonade selber machen (via anabanana anastasia)

Der erhöhte Wasserbedarf macht sich natürlich bemerkbar: Laut unserer Experten verbrauchen die Kölner an sehr heißen Tagen deutlich mehr Wasser, nämlich rund 270.000 Kubikmeter statt der sonst üblichen 220.000 Kubikmeter. Eine Steigerung von rund 20 Prozent. Vom bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 2003 (326.665 m3/Tag) sind wir damit aber noch weit entfernt.

Gesteigerter Stromverbrauch bei hohen Temperaturen

Dass der Wasserverbrauch in diesen Tagen deutlich höher ist als an einem Durchschnittstag, verwundert sicher niemanden. Wie aber sieht es aber beim Stromverbrauch aus?

Wir brauchen natürlich keine Heizung, sind eher im Biergarten als zu Hause vorm Fernseher und statt uns ein Drei-Gänge-Menü zu kochen gibt es einen leichten Salat. Man könnte also meinen, dass der Strombedarf an Tagen mit besonders hohen Temperaturen zurück geht? Weit gefehlt! Tatsächlich ist es so, dass der Stromverbrauch proportional zu den Temperaturen steigt, allerdings erst ab einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 22 Grad. Pro weiterem Grad steigt der Stromverbrauch um 0,4 Prozent, das sind 3,5 Megawatt. Das klingt erst einmal nicht viel. Bei Temperaturen von 38 Grad sind dies umgerechnet allerdings knapp 60 Megawatt und das macht sich schon deutlich bemerkbar.

Für alle, die auf eine weniger stromfressende Kühle in den eigenen vier Wänden setzen, haben wir folgende Tipps:

  • Rollläden oder Jalousien tagsüber geschlossen halten
  • Nur ganz früh morgens oder nachts lüften
  • Unnötige Elektrogeräte ausschalten, diese produzieren zusätzlich Wärme (auch im Stand-by-Modus)

Für den erhöhten Strombedarf sind vor allem Klimaanlagen verantwortlich. Die sind überwiegend in großen Gebäuden wie Kaufhäusern, Bahnhöfen & Co. installiert. Diese auf eine angenehme Temperatur herunter zu kühlen, frisst einiges an Strom.

Und wer trotzdem schlaflose Nächte hat, der sollte es mal mit einer eiskalten Wärmflasche als Bettbegleiter versuchen. Oder, für ganz Mutige: Schlafanzug oder Nachthemd in eine Tüte, ab damit ins Gefrierfach und vor dem Schlafengehen an- bzw. überziehen.





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