26.06.2017 Adrian

Stromverbrauch bei Single-Haushalten vergleichsweise hoch

Single-Haushalte verbrauchen im direkten Vergleich mehr Strom als Bewohner eines Mehrpersonenhaushalts (Foto: Adobe Stock).

Wer alleine wohnt, verbraucht im Durchschnitt mehr Strom als eine Person, die in einem Mehrpersonenhaushalt wohnt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der EnergieAgentur.NRW. Eine weitere Erkenntnis: Der Stromverbrauch setzt sich bei alleine wohnenden Personen anders zusammen. Besonders deutlich zeigt sich das beim Verbrauch für Informations- und Unterhaltungselektronik.

Der Stromverbrauch von Singlehaushalten setzt sich anders zusammen als der von Mehrpersonenhaushalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Datenerhebung der EnergieAgentur.NRW, bei der Verbrauchsprofile von 522.000 Ein- bis Fünf-Personen-Haushalten ausgewertet wurden. Demnach entfallen in Single-Haushalten auf die Bereiche Büro, Kühlen, Warmwasser und Kochen, TV/Audio und Licht fast 76 Prozent des Stromverbrauchs. In Vier-Personen-Haushalten entfallen auf diese Bereiche nur knapp 61 Prozent des Gesamtverbrauchs. 

Im Vergleich zu Familien verbrauchen Singles zudem anteilig mehr Strom für Informations- und Unterhaltungselektronik. Die Stromkosten schlagen in diesem Bereich pro Jahr mit durchschnittlich 166 Euro (Vier-Personen-Haushalt: 319 Euro) zu Buche. Ein Grund für die unterschiedliche Gewichtung des Verbrauchs: Bei Singles laufen stromintensive Geräte wie Spülmaschine und Trockner seltener als in Mehrpersonen-Haushalten. Dahingegen tragen Singles den Stromverbrauch für einen Kühlschrank in der Regel alleine. In einem Mehrpersonenhaushalt verteilt sich dieser entsprechend auf mehrere Bewohner.

Kostentreiber Nr. 1: die elektronische Warmwasserbereitung

Unterhaltungselektronik ist aber bei weitem nicht der größte Stromverbraucher im Singlehaushalt. Kostentreiber Nr. 1 ist dort wie auch bei Mehrpersonenhaushalten die elektronische Warmwasserbereitung. Im Mittel aller untersuchten Ein- bis Fünf-Personen-Haushalte kommt die elektrische Warmwasserbereitung auf einen Verbrauchsanteil von 27,1 %. Mit großem Abstand folgen Arbeitszimmer (10,1 %), Kochen (9,7 %), TV/Audio (9,5 %), Kühlen (8,5 %), Beleuchtung (7,3 %) und Trocknen (4,7 %). Ein- bis Fünf-Personen-Haushalte ohne elektrische Warmwasserbereitung haben einen deutlich geringeren Jahresstromverbrauch: „Eine fünfköpfige Familie ohne elektrischen Durchlauferhitzer verbraucht pro Jahr durchschnittlich fast 2.000 Kilowattstunden weniger als eine ebenso große Familie mit Durchlauferhitzer; bei einem Strompreis von 29 Cent/kWh entspricht diese Differenz 580 Euro jährlich“, bilanziert Tom Küster von der EnergieAgentur.NRW

Das kostet der Strom für Smartphone und Co.

  • Verbraucher schätzen die jährlichen Stromkosten für ihr Smartphone auf ca. 100 Euro.

  • Tatsächlich sind die Kosten aber deutlich geringer: Das Samsung Galaxy S5 etwa kommt auf einen Verbrauch von 3,9 kWh pro Jahr. Umgerechnet ergibt das Stromkosten in Höhe von 1,16 Euro (Foto: Samsung).

  • Bei einem iPhone sieht die Sache nicht anders aus. Das iPhone 6 hat einen vergleichsweise kleinen Akku.  Eine tägliche Ladung kostet den Verbraucher umgerechnet nur 0,75 Euro im Jahr.

  • Lädt man sein Handy über ein Netzteil, fallen aufgrund der Spannungs-Umwandlung Verluste an. Der Energiebedarf steigt. Bei modernen Netzteilen liegt die Energieeffizienz bei rund 74 Prozent.

  • Besitzer einer Smartwatch haben Grund zur Freude: Durchschnittlich 0,13 Wh saugt die clevere Uhr für eine volle Ladung aus dem Netz. Stromkosten pro Jahr: läppische 0,15 Euro.

  • Etwas teurer im Verbrauch: Tablets benötigen pro Jahr bei durchschnittlicher Nutzung rund vier Euro Strom.

  • Fehlt in kaum einem Haushalt: ein Laptop. Ist der vier Stunden täglich im Einsatz, kostet das den Besitzer ca. 17 Euro jährlich.

  • Stationäre Computer kommen bei gleicher Nutzung auf einen Verbrauch von ca. 290 kWh pro Jahr. Kostenpunkt: 79 Euro.

  • Stromfresser Fernseher? Nicht unbedingt: Bei vier Stunden Einsatz täglich verbrauchen moderne LED-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 80 Zentimetern rund 80 kWh pro Jahr. Stromkosten: 21 Euro.

  • Beinahe doppelt so viel Strom verbraucht eine Spielekonsole bei gleicher Nutzungsdauer. Kosten: 40 Euro pro Jahr.

  • Auch der Stand-by-Modus ist nicht zu unterschätzen: Zieht bei Geräten, die ihr nicht täglich nutzt, öfter mal den Stecker – das spart bares Geld.

  • Neuere Elektrogeräte dürfen daher laut einer EU-Richtlinie maximal ein Watt im Stand-by-Modus verbrauchen. Das macht bei 24 Stunden aufs Jahr gerechnet 2,30 Euro pro Gerät.

  • Zählt zu den Spitzenreitern im Haushalt: der Kühlschrank. Bei einem effizienten Gerät fallen Stromkosten in Höhe von 36 Euro an. Ältere Modelle verbrauchen locker 80 Euro mehr.

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