26.09.2016 Adrian

Föhnen, waschen, kochen – so weit kommt ihr mit einer Kilowattstunde Strom

Kilowattstunden kennen wir von unserer Stromrechnung. In der Regel verbraucht jeder Kölner einige Tausend pro Jahr. Doch wie weit komme ich im Haushalt mit einer Kilowattstunde? Wir verraten euch, wie lange Fernseher und Co. durchhalten.

Wer auf seine Stromrechnung blickt, fragt sich vielleicht, was in seinem Haushalt wie viel Strom verbraucht? Errechnet wird der Verbrauch in Kilowattstunden (kWh). Davon benötigt ein Singlehaushalt nach jüngsten Berechnungen der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung (HEA) im Jahr rund 2100. Ein Zweipersonenhaushalt kommt im selben Zeitraum auf 2.500 kWh, drei Personen verbrauchen rund 3.200 kWh und in einem Wohnraum für vier Personen schlägt der Verbrauch mit rund 3.500 Kilowattstunden zu Buche. Auffällig ist, dass der Bedarf mit steigender Bewohnerzahl schwächer ansteigt. Das liegt unter anderem daran, dass sie viele Geräte, wie etwa den Kühlschrank, gemeinsam benutzen.

Doch was kann man mit einer Kilowattstunde im Haushalt eigentlich genau machen? Die HEA hat das errechnet: 

Essen und Kaffee kochen

Mit einer Kilowattstunde lassen sich rund 70 Tassen Kaffee oder ein Mittagessen für vier Personen auf einem Elektroherd zubereiten.

Toasten

Eine kWh verhilft euch zu 130 Scheiben knusprigem Toast. Im Backofen backt ihr damit aber nur einen Kuchen.

Rasieren und bügeln

Etwa 2000 Mal schwingt mit einer kWh der Elektrorasierer über die Wangen. Ein Bügeleisen lässt sich rund eine halbe Stunde lang betreiben.

Föhnen und fernsehen

Ein Föhn mit einer Leistung von 1000-Watt bläst eine Stunde lang. Ein LED-Fernseher mit einer Bilddiagonale von 102 Zentimeter liefert 15 Stunden lang bewegte Bilder. 

Waschen und spülen

Ein Kilowatt Strom reinigt ca. neun Kilogramm Wäsche bei 60 Grad in der Waschmaschine. Auch eine Spülmaschine läuft einmal durch.

Beleuchtung

Ein Kilowatt Strom lässt eine Energiesparlampe mit elf Watt rund 91 Stunden lang leuchten. 

Das kostet der Strom für Smartphone und Co.

  • Verbraucher schätzen die jährlichen Stromkosten für ihr Smartphone auf ca. 100 Euro.

  • Tatsächlich sind die Kosten aber deutlich geringer: Das Samsung Galaxy S5 etwa kommt auf einen Verbrauch von 3,9 kWh pro Jahr. Umgerechnet ergibt das Stromkosten in Höhe von 1,16 Euro (Foto: Samsung).

  • Bei einem iPhone sieht die Sache nicht anders aus. Das iPhone 6 hat einen vergleichsweise kleinen Akku.  Eine tägliche Ladung kostet den Verbraucher umgerechnet nur 0,75 Euro im Jahr.

  • Lädt man sein Handy über ein Netzteil, fallen aufgrund der Spannungs-Umwandlung Verluste an. Der Energiebedarf steigt. Bei modernen Netzteilen liegt die Energieeffizienz bei rund 74 Prozent.

  • Besitzer einer Smartwatch haben Grund zur Freude: Durchschnittlich 0,13 Wh saugt die clevere Uhr für eine volle Ladung aus dem Netz. Stromkosten pro Jahr: läppische 0,15 Euro.

  • Etwas teurer im Verbrauch: Tablets benötigen pro Jahr bei durchschnittlicher Nutzung rund vier Euro Strom.

  • Fehlt in kaum einem Haushalt: ein Laptop. Ist der vier Stunden täglich im Einsatz, kostet das den Besitzer ca. 17 Euro jährlich.

  • Stationäre Computer kommen bei gleicher Nutzung auf einen Verbrauch von ca. 290 kWh pro Jahr. Kostenpunkt: 79 Euro.

  • Stromfresser Fernseher? Nicht unbedingt: Bei vier Stunden Einsatz täglich verbrauchen moderne LED-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 80 Zentimetern rund 80 kWh pro Jahr. Stromkosten: 21 Euro.

  • Beinahe doppelt so viel Strom verbraucht eine Spielekonsole bei gleicher Nutzungsdauer. Kosten: 40 Euro pro Jahr.

  • Auch der Stand-by-Modus ist nicht zu unterschätzen: Zieht bei Geräten, die ihr nicht täglich nutzt, öfter mal den Stecker – das spart bares Geld.

  • Neuere Elektrogeräte dürfen daher laut einer EU-Richtlinie maximal ein Watt im Stand-by-Modus verbrauchen. Das macht bei 24 Stunden aufs Jahr gerechnet 2,30 Euro pro Gerät.

  • Zählt zu den Spitzenreitern im Haushalt: der Kühlschrank. Bei einem effizienten Gerät fallen Stromkosten in Höhe von 36 Euro an. Ältere Modelle verbrauchen locker 80 Euro mehr.





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