08.06.2017 Adrian

SmartHome im Praxistest – „Da kommen einem schon spannende Ideen“

Sorgt für Sicherheit, Komfort und hilft beim Energiesparen: RheinEnergie-SmartHome (Bild: RheinEnergie).

Mit RheinEnergie-SmartHome bieten wir unseren Kunden eine Komplettlösung an, mit der sich Lebensqualität, Energieeffizienz und Sicherheit in Haus und Wohnung erhöhen lassen. Produktmanager Philip Meyer-Bothling spricht im Interview über die Vorteile des Systems und ungewöhnliche Anwendungsbeispiele.

RheinEnergieBlog: Warum bieten wir eine SmartHome-Lösung an?

Philip Meyer-Bothling: Das Geschäft der Energieversorger befindet sich derzeit stark im Wandel. Unsere Kunden erwarten von uns inzwischen viel mehr als nur die Belieferung mit Strom, Wasser und Wärme. Wir möchten Ihnen einen umfassenden Service mit neuen Produkten für die Energieeffizienz und ein sicheres Zuhause bieten. SmartHome ist für uns ein interessantes Geschäftsfeld, um die Welt der Energie, wie Photovoltaikanlagen, Elektromobilität, aber auch die „einfache“ Heizungssteuerung miteinander zu vernetzen und für unsere Kunden effizient zu machen.

RheinEnergieBlog: Wie steht RheinEnergie-SmartHome verglichen mit Angeboten der Wettbewerber da?

Philip: Wir sehen uns plötzlich völlig neuen Wettbewerbern gegenüber, das sind ja nicht nur Energieversorger. Auf einmal konkurrieren wir mit Telekommunikationsanbietern oder Elektronikherstellern. Wir haben viel Knowhow im Bereich Energieeffizienz und sind stark in der Beratung. Damit können wir besonders bei den Kunden punkten, für die das Thema noch recht neu ist. Mit unserer App bieten wir außerdem ein benutzerfreundliches und voll ausgereiftes Produkt an. Dank cleverer Funktionen, wie der automatischen Anwesenheitserkennung, halten wir mit vergleichbaren Lösungen der Konkurrenz sehr gut mit.

RheinEnergieBlog: Hast du schon eigene Erfahrungen mit RheinEnergie-SmartHome sammeln können?

Philip Meyer-Bothling: Als verantwortlicher Produktentwickler beschäftige ich mich bereits seit mehreren Jahren mit dem Thema und habe unser SmartHome seit über 2 Jahren privat im Einsatz. Neben den üblichen Anwendungsfällen, wie dem automatischen Herunterfahren der Heizkörper bei geöffnetem Fenster, kommt einem da schon die ein oder andere spannende Idee. Zum Beispiel registriert ein Bewegungsmelder unter meinem Bett, wenn ich im Dunkeln aufstehe. Ist das der Fall, gehen eine gedimmte Nachttischlampe und die Lampe vor meinem Badezimmer an. So stoße ich mir auf dem Weg ins Bad nicht mehr den Zeh am Bett und dank des gedimmten Lichts wird meine Freundin nur noch wach, wenn ich die Tür zu laut schließe. 

Bildergalerie: Das kostet der Strom für Smartphone und Co.

  • Verbraucher schätzen die jährlichen Stromkosten für ihr Smartphone auf ca. 100 Euro.

  • Tatsächlich sind die Kosten aber deutlich geringer: Das Samsung Galaxy S5 etwa kommt auf einen Verbrauch von 3,9 kWh pro Jahr. Umgerechnet ergibt das Stromkosten in Höhe von 1,16 Euro (Foto: Samsung).

  • Bei einem iPhone sieht die Sache nicht anders aus. Das iPhone 6 hat einen vergleichsweise kleinen Akku.  Eine tägliche Ladung kostet den Verbraucher umgerechnet nur 0,75 Euro im Jahr.

  • Lädt man sein Handy über ein Netzteil, fallen aufgrund der Spannungs-Umwandlung Verluste an. Der Energiebedarf steigt. Bei modernen Netzteilen liegt die Energieeffizienz bei rund 74 Prozent.

  • Besitzer einer Smartwatch haben Grund zur Freude: Durchschnittlich 0,13 Wh saugt die clevere Uhr für eine volle Ladung aus dem Netz. Stromkosten pro Jahr: läppische 0,15 Euro.

  • Etwas teurer im Verbrauch: Tablets benötigen pro Jahr bei durchschnittlicher Nutzung rund vier Euro Strom.

  • Fehlt in kaum einem Haushalt: ein Laptop. Ist der vier Stunden täglich im Einsatz, kostet das den Besitzer ca. 17 Euro jährlich.

  • Stationäre Computer kommen bei gleicher Nutzung auf einen Verbrauch von ca. 290 kWh pro Jahr. Kostenpunkt: 79 Euro.

  • Stromfresser Fernseher? Nicht unbedingt: Bei vier Stunden Einsatz täglich verbrauchen moderne LED-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 80 Zentimetern rund 80 kWh pro Jahr. Stromkosten: 21 Euro.

  • Beinahe doppelt so viel Strom verbraucht eine Spielekonsole bei gleicher Nutzungsdauer. Kosten: 40 Euro pro Jahr.

  • Auch der Stand-by-Modus ist nicht zu unterschätzen: Zieht bei Geräten, die ihr nicht täglich nutzt, öfter mal den Stecker – das spart bares Geld.

  • Neuere Elektrogeräte dürfen daher laut einer EU-Richtlinie maximal ein Watt im Stand-by-Modus verbrauchen. Das macht bei 24 Stunden aufs Jahr gerechnet 2,30 Euro pro Gerät.

  • Zählt zu den Spitzenreitern im Haushalt: der Kühlschrank. Bei einem effizienten Gerät fallen Stromkosten in Höhe von 36 Euro an. Ältere Modelle verbrauchen locker 80 Euro mehr.

Manche von meinen „Erfindungen“ waren anfangs noch nicht so ausgereift: Zu Testzwecken hatte ich in der SmartHome-Anwendung etwa eine Regel erstellt, nach der immer dann alle Geräte und Lampen in meiner Wohnung ausgeschaltet wurden, sobald die Sensoren keine Bewegung mehr registrierten. Dummerweise saßen wir plötzlich während eines Filmabends mit Freunden im Dunkeln und waren entsprechend überrascht. Ein Anwesenheitsassistent, der mit dem Smartphone gekoppelt ist, verhindert so etwas mittlerweile.

Die QIVICON Home Base als Herzstück von SmartHome (Bild: RheinEnergie).

RheinEnergieBlog: Wie sieht es mit der Sicherheit bei RheinEnergie-SmartHome aus?

Philip: Wir haben mit unserem Produkt unter anderem deshalb auf die QIVICON-Plattform der Deutschen Telekom gesetzt, weil wir uns von deren Zuverlässigkeit und Sicherheit überzeugen konnten. Die einzelnen SmartHome- Komponenten kommunizieren verschlüsselt mit der Homebase. Der Zugriff durch ein fremdes Gerät wird verweigert. Die QIVICON Homebase wurde bereits mehrfach durch die unabhängige AV-Test GmbH als eines von wenigen SmartHome-Systeme mit „sicher“ ausgezeichnet. Auch unsere Anwendung kommuniziert im Web mittels aktueller Sicherheitsstandards.

Philip Meyer-Bothling arbeitet als Produktmanager Smart Energy in unserer Marketingabteilung. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr ihn unter p.meyer-bothling@rheinenergie.com erreichen.





Christian Meyer-Bothling

Hallo, Kannst Dich ja mal melden, lebe seit 8 Jahren in Brasiien und arbeite hier als Ing. im Spezialtiefbau und Wasserbau.

Gesine

Hallo Christian. Wenn du dich bei Philip melden willst, hier oben im Beitrag steht seine E-Mail-Adresse. Viele Grüße Gesine

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